
Kaum beginnt die Sonne wieder kräftiger zu strahlen und die ersten Knospen sprießen, da juckt es nicht nur mir in den Pfoten. Ich habe beobachtet, wie meine liebsten Hagsfelder Attraktionen langsam den Hallenboden gegen den Sand eintauschen wollen. Während ich den Winter über Zeit hatte, die Eier vom benachbarten Bauernhof zu bemalen, bereiteten sich die Mädels der D1 auf ihren letzten Heimspieltag vor.
Eigentlich gehöre ich ja auf die bunte Frühlingswiese, aber neugierig wie ich bin, habe ich meine Löffel aufgestellt und durch einen Türspalt in der Halle das Spektakel verfolgt. Und ich sage euch: Es hat sich gelohnt!
Die harte Nuss vom Tabellenführer
Zuerst kamen die Gegnerinnen der VSG Kleinsteinbach in die Halle – Tabellenführerin und damit eine echt harte Nuss. Unsere Hagsfelderinnen traten mit einer kleinen Schar an, was die Sache nicht einfacher machte.
Im ersten Satz schienen sie noch den Winterschlaf abschütteln zu müssen; so gaben sie den Satz doch recht schnell mit 13:25 ab. Doch dann die Überraschung: Im zweiten Satz zeigten unsere Mädels, wo der Hammer hängt! Mit 25:21 wurde der Satz stilsicher im Körbchen verstaut. War da etwa ein Punkt gegen den Favoriten drin? Es wurde gekämpft, gesprungen und die Bälle zielsicher in den Abwehrlöchern der Gegnerinnen versenkt. Doch leider schlichen sich im dritten Satz (19:25) ein paar Abstimmungsfehler ein. Am Ende blieb es bei diesem einen Satzgewinn – die harte Nuss Kleinsteinbach ließ sich leider nicht ganz knacken.
Versteckspiel im zweiten Match
Gegen den Tabellenvorletzten sollte es dann eigentlich endlich die verdienten Punkte geben. Aber wie das so ist: Wenn man sich am Anfang zu sehr verausgabt, reicht die Energie für den Rest der Strecke manchmal nicht aus. Die Gegnerinnen hatten über die Saison leistungstechnisch ordentlich zugelegt und machten uns das Leben schwer.
- Satz 1 & 2: Ein knappes Ding! Besonders der zweite Satz mit 24:26 war fast so ärgerlich wie ein zerbrochenes Schokoei direkt vor dem Verzehr.
- Satz 3: Da blitzte der Kampfgeist wieder auf! Mit 25:20 holten sich meine Hagsfelder Damen noch einmal ein verdientes Erfolgserlebnis nach Hause.
- Satz 4: Doch die Kraft ließ nach, und mit 19:25 ging auch dieses Spiel letztlich mit 1:3 verloren.
Fazit vom Feldrand
Am Ende des Tages verhielt es sich mit den Gewinnpunkten leider wie bei einer Ostereiersuche auf einer tiefgrünen Wiese mit einfarbig grasgrünen Eiern: Man weiß, dass sie da sein müssen, man gibt sich alle Mühe – aber sie sind verdammt schwer zu finden!
Zweimal nur einen Satz geholt bedeutet leider: Zweimal haarscharf am Tabellenpunkt vorbeigeschrammt. Aber ist das Leben noch so trübe, hoch die Rübe! Die Hallensaison ist nun fast vorbei und der Sand ruft. Da lassen sich die Eier (und Punkte) im Sandkasten sowieso viel leichter ausgraben.
Ein dickes Dankeschön geht an Hanna und Paula, die uns mit viel Geduld und Köpfchen durch die Sätze gecoacht haben. Und an Max schicken wir die besten Genesungswünsche in den Bau – werd schnell wieder fit, damit du bald wieder mit uns über das Feld hoppeln kannst!
Ich verziehe mich jetzt wieder auf meine Blumenwiese und freue mich darauf, euch bald wieder unter freiem Himmel springen zu sehen!
Euer Osterhase von Hagsfeld