TODO fix alt
Spielbericht Volleyball H1 gg Ötisheim
Exklusiv-Interview: „Wir kratzen hart an der Quote von 14,5 Ausfalltagen“
Volleyball
|
06. März 2026
|
Christoph E

VTH-Personalvorstand Kai der Hai nimmt Stellung zum Auswärtssieg in Ötisheim.

Reporter: Kai, blicken wir mal auf die nackten Zahlen. Der deutsche Durchschnittsarbeitnehmer ist 14,5 Tage im Jahr krank. Wie sieht es beim VTH aus? Seid ihr noch im Soll oder schon drüber?

Kai: Vor dem Anpfiff hätte ich gesagt, dass alles entspannt ist. Aber ganz ehrlich? Nach diesem Spiel kommen wir dieser Quote beängstigend nahe. Die Vorzeichen standen ja sowieso schon auf Personalnotstand. Dann fährst du durch diese verlassenen Straßenzüge in Ötisheim. Das hatte eher was von einer postapokalyptischen Filmset Suche im deutschen Detroit als von einem entspannten Ausflug zum Tabellensiebten. Da fragst du dich schon kurz, ob wir hier heute alle wieder gesund rauskommen.

Reporter: Aber dann seid ihr in der Halle angekommen. Das klang im Vorfeld fast nach Science Fiction, was ihr da vorgefunden habt.

Kai: Ohne Witz, das war ein totaler Kulturschock. Mitten in der Einöde steht da plötzlich ein Hightech Tempel, als hätte man uns nach Singapur gebeamt. Keine Ahnung, ob da ein asiatischer Tech Gigant, ein extrem erfolgreicher lokaler Bäcker oder ein wahrer Großmeister der Fördermittel Akquise seine Finger im Spiel hatte. Fakt ist: Center Court, Platzverhältnisse wie in einem Hangar und Duschen mit Touch Sensoren. Da wirst du als Hagsfelder natürlich sofort wehmütig. Während wir daheim noch stoßweise beten, dass der Duschautomat die mühsam erstrittene Wertmarke nicht einfach kommentarlos schluckt, wird dort die Wassertemperatur per sanfter Berührung feinjustiert. Ein Standard, von dem wir in der Heimat nur träumen können.

Reporter: Kommen wir zum Sportlichen. Satz eins war, sagen wir mal, speziell. Um es mit den Worten von Stefan Raab zu fragen: Was war da denn los?

Kai: Ja, das ist die absolut berechtigte Frage. Wir sind nach der Devise stark angefangen und noch stärker nachgelassen in die Produktion gegangen. Trotz der Luxusumgebung stand am Ende ein 25:27 auf dem Protokoll. Da hilft dann auch die schönste Touch Dusche nicht über den Frust hinweg. In Satz zwei konnten wir die Produktivität aber zum Glück deutlich steigern. Es war die exakte Umkehrung des ersten Durchgangs. Schwach gestartet, aber mit einem fulminanten Endspurt zum 26:24 haben wir den Ausgleich erzwungen.

Reporter: Und dann kam Satz drei. Du hast ihn als Sinnbild für Deutschland bezeichnet. Warum?

Kai: Weil uns die Leistungsträger buchstäblich weggeknickt sind. Beim Stand von 1:0 quittiert die erste Fachkraft, unser Henning, den Dienst. Diagnose: Umgeknickt. Aber kleiner Spoiler: Er läuft mittlerweile wieder. Unsere spezifische Reha auf dem Mannschaftswochenende, bestehend aus Bier und Sauna, hat gut funktioniert.

Reporter: Aber das war ja nicht der einzige Ausfall in diesem Satz.

Kai: Richtig. Die Quote verschlechterte sich sofort, als die zweite Fachkraft Christoph ausfiel. Er lieferte mit seiner Nase eine blutige FSK 18 Showeinlage auf dem Hallenboden ab, der sich als hartnäckiger Schauspielpartner erwies. Bei zwei Verlusten in einem Satz schlägt jeder Betriebsrat die Hände über dem Kopf zusammen. Die Rumpfbelegschaft hielt jedoch die Stellung und sicherte das 25:19. Ganz nebenbei haben wir noch erstklassiges Material für unsere nächste Fail Compilation gesammelt.

Reporter: Am Ende festigten Sie mit einem 3:1 Sieg den zweiten Tabellenplatz. Wie sah die Regenerationsstrategie aus?

Kai: In Satz vier haben wir uns die Butter nicht mehr vom Brot nehmen lassen und mit 25:22 den Sack souverän zugemacht. Trotz Lazarett Vibe und digitaler Isolation im Funkloch stehen wir weiter hervorragend in der Tabelle. An dieser Stelle muss man ganz klar festhalten, dass Hella die Mannschaft hervorragend gecoacht hat. Wir befinden uns aufgrund dieser exzellenten Performance bereits in konstruktiven Gesprächen über eine potenzielle Vertragsverlängerung, um ihre Führungskompetenz langfristig an den Standort zu binden. Die Regeneration wurde unmittelbar nach Spielende fachgerecht mexikanisch eingeleitet.